Kurze illustrierte Geschichte Wiens

Millionen Jahre, Mesozoikum: ein Brachiosaurus erkrankt nach Verzehr einer neuen Pflanzenart an spontanem Brechdurchfall und verschönt die Landschaft mit seiner Hinterlassenschaft. Man nennt den Ort „Windiarrhoe“, der den heutigen Stephansplatz umfasst.
1 nach Christus räumen die ersten ausländischen Gastarbeiter den Dinosaurierhaufen weg und nennen den Platz Vindobona.Römischer Gastarbeiter

2 nach Christus: Vindobona wird zum besten Bordellplatz des römischen Reichs gewählt. Der Titel „Süßeste Vindobonaerin“ geht an Mitzia Sedlacekus, sie wird in Marc Aurel Schnitten aufgewogen.

Um 900 nach Christus: Nachfahren der Vindobonaer bauen einen Weinkeller. Vorbeiziehende Ungarn verehren den gut sortierten Weinkeller als besten Europas.

Ungefähr 12. Mai 902 nach Christus, 22:30 Uhr: Nach einem aus dem Ruder gelaufenen Kampftrinken zwischen Wienern und Ungarn muss der Weinkeller neu aufgebaut werden. Angesoffene Wiener nennen den Weinkeller den Ungarn zum Trotz „Stephansdom“, und streiten sich bis heute mit ihnen um den Namen (siehe Stephanskrone -> Ungarn)

Richard Löwenherz

1192 In Erdberg wird ein gewisser Richard Löwenherz aus England von der Wiener Polizei wegen Herumtreiberei festgenommen. Erst sein Anwalt Blondel kann ihn freikaufen, muss aber vorher dem Polizeikommandanten ein Geburtstagsständchen vorsingen. Ungeahnte Folge davon: Britischer Pop wird erfunden und schlechte Robin Hood Verfilmungen verstopfen bis heute das Fernsehen.

Die Türken

1529 Die Türken unter Sultan Süleyman kommen zum Zelten nach Wien und beschenken die Wiener mit Kipferln. Noch Jahre später wischerln sich die Türken vor Lachen an, wenn sie daheim ihre Gäste mit Erzählungen von der maroden Wiener Stadtmauer und den schlampigen Wienern unterhalten.

Adalbert Ungustl

1679 Der Austropopper Adalbert Ungustl, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Augustin“ – fällt in eine Pestgrube und schläft seinen Rausch aus. Sein autobiographischer angehauchter Sommerhit „Oh Du lieber Augustin“ erringt den güldenen Trinkbecher der Wiener Heurigen. Wegen illegalen Vorspielens und Copyright-Verletzungen durch andere Musikanten erhält er aber kaum Tantiemen und stirbt verbittert an einer Überdosis Haarpuder.

Schon wieder die Türken

1683 Die Türken unter Kara Mustapha kommen nach Wien und bringen Kaffee mit. Nachdem aber polnisches und anderes ausländisches Gesindel unter Johann Sobieski den Türken selbst den rostigsten Säbel und das altersschwächste Pferd unterm Hintern wegstehlen, fahren sie unter Protest nach Hause und erfinden Dönerkebab.

Abraham a Sancta Clara

1703 Der wild gewordene Pfarrer Abraham a Sancta Clara wütet gegen die süßen Weiber und die Saufköpfe, also gegen alle. Weil er aber tolle Schimpfwörter verwendet, strömen die Wiener in Scharen in die Kirche. Dieses Phänomen wird erst Ende des 20. Jahrhunderts in St. Pölten wieder erreicht. Im selben Jahr wird Wien zum 1.702. Mal in ununterbrochener Reihenfolge zum besten Bordellplatz des Heiligen Römischen Reichs gewählt.

Maria Theresia

1740-1780 Wegen wenig wirksamer Verhütungsmittel gebärt eine füllige Frau, die auf den Namen Kaiserin Maria Theresia hört, insgesamt 16 Kinder. Zwischendurch regiert sie ein bisserl die Monarchie. Eines der Kinder, die süße Wienerin Marie Antoinette, stirbt 1789 im Ausland am Kulturunterschied, weil sie den dortigen Leuten zu viel Kuchen verordnet hat.

Joseph II.

1782 Joseph II ackert im Feld, setzt Mönche auf die Strasse und plaudert mit dem Austropopper Mozart. Ein Filmprojekt mit viel Musik und ein bisserl Sex werden vereinbart, aber wegen leerer Staatskassen, dem Tod der beiden und anderer unvorhergesehener Widrigkeiten erst 200 Jahre später verwirklicht.

Franzosen

1805 Die Franzosen kommen auf Besuch nach Wien und entdecken das süße Wiener Mädel. Zum Ausgleich lassen sie die Franzosenkrankheit da, eine Variante der ortsüblichen Geschlechtserkrankungen.

1809 Wegen Heimweh verlassen die Franzosen Wien, welches in das Biedermeier zurück versinkt.

Revolution

1848 Aufgrund der Einführung von Studiengebühren errichten die Studenten Barrikaden, und beginnen eine Revolution. Weil Studenten aber erst um 6 Uhr – rechtzeitig bevor der Billa zusperrt – aufstehen, ist es schon zu dunkel und sie zünden deshalb alles Mögliche an. Zur Beschwichtigung veranstaltet der Kaiser eine große Berufsmesse, und führt die Berufsstände des Militärs, der Henker und der Erschießungskommandos vor.

1858 Die Stadtmauern werden geschliffen und die Wiener Ringstrasse gebaut, damit dort Autos und Touristenbusse besser fahren können.

Spittelberg

1890 Die Hochblüte des süßen Wiener Mädels wird durch deren Kavaliere in den idyllischen Spittelbergliedern charmant verewigt:

Du Spitzbua, wannst pudern willst,
Puder mi gschwind,
Bevor ma da Saft
Aus da Fotz aussarinnt.
Sigmund Freud’s Couch

1899 Sigmund Freud analysiert die süßen Wiener Mädels und deren erotischen Träume auf seiner Couch.

Arthur Schnitzler

1900 Arthur Schnitzler veröffentlicht sein Stück „Der Reigen“, in dem 10 Mal in abwechselnder Besetzung 5 Wiener Mädel von 5 Wiener Buben gefickt werden. Ab da Niedergang des süßen Wiener Mädels und Aufstieg der Wiener Rotzpipn.

SK Rapid Wien

1912 Rapid wird zum ersten Mal Österreichischer Fußballmeister. Der Großvater des heutigen Bürgermeister Michael Häupl, ein Austria-Fan, kriegt einen Wutanfall.

Heldenplatz

1938 Der Führer spricht am Heldenplatz. Anschließend isst er ein Schnitzel beim Juden ums Eck. Es schmeckt ihm nicht sonderlich.

1939 Die Wiener nehmen sich der Schnitzelproblematik an und backen ein paar Juden heraus.

1940 Wir können uns nicht mehr erinnern.Herr Karl

1941 Wir waren nicht dabei

1942 Schrebergarten

1943 Bellaria Kino

1944 Bombentrichterbumsen im Überschwemmungsgebiet

1945 „Waren schreckliche Zeiten. Sein S’ froh, dass Sie das nicht erlebt haben.“

Die 4 im Jeep

1945-1955 Die 4 im Jeep kreisen verwirrt durch das zerbombte Wien, weil die befragten Wiener widersprüchliche Angaben zum richtigen Weg machen.

1955 Die 4 im Jeep haben den Weg aus Wien herausgefunden. In Wien bricht daraufhin der Schwarzmarkt an Zigaretten und Kaugummis zusammen.

Mailüfterl

1958 Heinz Zemanek an der TU Wien baut den ersten europäischen Computer und nennt ihn „Lercherlschaß“. Es kostet das Rektorat einige Überredungskunst, bevor Zemanek einwilligt, ihn auf „Mailüfterl“ umzubenennen.

Wiener Reichsbrücke

1969 Spatenstich zum Bau der Wiener U-Bahn wird vorgenommen. 15 Sekunden später wechselt das erste Bestechungsgeld den Besitzer.

1976 Die Wiener Reichsbrücke stürzt ein, Schuld hat die Donau. Zur Strafe wird die Donauinsel gebaut und Niki Lauda am Nürburgring verheizt.

Elfriede Jelinek

AKH1980 Irgendwas ist mit dem AKH los, geht aber durch die turbulente Nichtteilnahme von Österreich an der Fußballeuropameisterschaft in Italien völlig unter.

1996 Wien wird nicht Chicago, sondern wird, was alle vermeiden wollten: Wien.

2004 Die süße Wiener Rotzpipn Elfriede Jelinek provoziert FPÖ und Kronen Zeitung mit dem Gewinn des Literaturnobelpreises.